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Restaurierungen

Grünewalds „Kreuztragung Christi“

Mathis Gothart-Nithart genannt Matthias Grünewald: Kreuztragung Christi, 1523/24, Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Inv. 993

Schon seit 1900 befinden sich die beiden Tafeln „Kreuztragung Christi“ und „Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes“ von Mathis Gothard-Nithard, genannt Matthias Grünewald (um 1475/80–1528), als eine der Hauptwerke frühneuzeitlicher Malerei in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Ursprünglich bildeten beide Tafeln Vorder- und Rückseite eines Altars im Mittelschiff der Stiftskirche St. Martin in Tauberbischofsheim. Nachdem dieser um 1770 für etwa 100 Jahre in eine Seitenkapelle umzog und dort einer feuchten Außenwand ausgesetzt war, nahm die Malerei starke Schäden. Farbverlust und unsachgemäße frühe Restaurierungsversuche führten zu einem großen Schadbild, unter dem insbesondere die Darstellung der „Kreuztragung Christi“ litt. Mit Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung und weiterer Förderer kann in einem ersten Schritt die „Kreuztragung Christi“ restauriert werden. Frühere Retuschen werden abgenommen, die originalen Schichten freigelegt und anschließend in reversibler-rekonstruierender Weise ergänzt. Durch die umfangreiche Restaurierung kann das Gemälde heute wieder annähernd in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild ausgestellt werden.

Karte
Förderstatus: abgeschlossen 2016
Bundesland: Baden-Württemberg
Ort: Karlsruhe
Institution: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Förderbereich: Restaurierungen