Ein monographisches Standardwerk – die Zeichnungen Max Beckmanns
Max Beckmann (1884–1950) war ein begeisterter Zeichner. Seine Zeichnungen, oft in Feder, Kreide oder Bleistift ausgeführt, vermitteln einen direkten Einblick in sein gestalterisches Denken und die Entwicklung seiner Bildideen. Ihre Bandbreite reicht von schnellen Entwürfen bis hin zu ausgereiften Blättern. Die Zeichnungen offenbaren die Suche des Künstlers nach Form und Ausdruck in der aus den Fugen geratenen Welt der Moderne.
Die Rudolf-August Oetker-Stiftung gehört zu den Förderern des dreibändigen ausführlichen Werkverzeichnisses der Zeichnungen des Künstlers – ein kunstwissenschaftliches Projekt von Hedda Finke und Stephan von Wiese, welches im Jahr 2016 begann und mit dem Erscheinen des dritten Bandes im Sommer 2026 abgeschlossen sein wird. Das Werkverzeichnis erschließt sämtliche der rund 1900 nicht-farbigen Einzelblätter des herausragenden Künstlers, der 1937 das nationalsozialistische Deutschland verließ, zunächst ins Exil nach Amsterdam ging und dann in die USA emigrierte. Es bietet ausführliche technische Beschreibungen, Angaben zu Quellen, zu Provenienz, Literatur und Ausstellungen sowie ein Verweissystem auf unmittelbar mit den Zeichnungen zusammenhängende Werke des Künstlers. Damit stellt diese umfängliche Werkerfassung einen zentralen Schaffensbereich eines der wichtigsten bildenden Künstlers der Moderne vollständig dar und bildet ein monographisches Standardwerk.
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