HIER UND JETZT: Ukrainische Moderne 1900 – 1930 & Dara Koltsova
Viele Künstlerinnen und Künstler, die unter dem Begriff der „Russischen Avantgarde“ zusammengefasst werden – wie Alexandra Exter (1882–1949), Oleksandr Bohomazow (1880–1930) oder Wolodymyr Burljuk (1886–1917) – lebten und arbeiteten im Gebiet der heutigen Ukraine und waren international vernetzt. Sie stammten aus Städten wie Kyjiw, Odessa und Charkiw oder schufen kubofuturistische, suprematistische und konstruktivistische Werke. Die Ausstellung versammelt rund achtzig Gemälde und Arbeiten auf Papier aus der Zeit zwischen 1900 und 1930, darunter viele Werke, die nach Ausbruch des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine 2023 außer Landes gebracht wurden und nun erstmals hier zu sehen sind.
Die Ausstellung offenbart die Vielstimmigkeit der künstlerischen Stile und kulturellen Identitäten in der Ukraine zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Moderne entwickelte sich dort vor einem bewegten historischen Hintergrund aus einer lebendigen Mischung ukrainischer, polnischer, russischer und jüdischer Elemente. Diese Vielstimmigkeit führte zu einer kulturellen Blüte. Erweitert wird die Ausstellung, die in der Reihe „HIER UND JETZT“ im Museum Ludwig gezeigt wird, durch eine monumentale Glasinstallation von Dara Koltsova. Die 1987 in Charkiw geborene Künstlerin setzt sich in dieser Arbeit mit der kulturellen Identität ihres Heimatlandes angesichts des russischen Angriffskriegs auseinander.
Neben der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Sparkasse KölnBonn engagiert sich die Rudolf-August Oetker-Stiftung für die Ausstellung. Die Stelle einer ukrainischen Kuratorin am Museum Ludwig wird von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG und der Gerda Henkel Stiftung finanziert.
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