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Förderbereich: Ausstellungen

Florale Kunst-Installationen

Unter dem Titel „State of Nature“ sind an vier Standorten in Schleswig-Holstein die Installationen der Künstlerin Rebecca Louise Law (geb. 1980) zu sehen. Die raum­greifenden Objekte der Britin aus getrocknetem Getreide, Gräsern und Blüten im Freilicht­museum Molfsee, im Jüdischen Museum Rendsburg sowie im Globushaus und der Reithalle von Schloss Gottorf bieten Kunst- und Natur­erlebnisse besonderer Art. Die Besucher und Besucher­innen staunen, wenn sie sich durch die fragilen Installationen bewegen, den Duft der getrockneten Blüten wahrnehmen und deren vergängliche Schönheit erleben. Für Law stellt Gemeinschaft ein künstler­isches Prinzip dar. So haben im Vorfeld viele Freiwillige in „Blomentüddelclubs“ mitgeholfen, die Pflanzen anzubauen, zu ernten, zu trocknen und mit den Händen aufzufädeln. Die Kunst Laws erzählt vom Wachstum und Wandel in der Natur und sensibilisiert für die Ver­antwortung und den Erhalt unserer natürlichen Lebens­grundlagen.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung gehört neben dem Freundes­kreis Schloss Gottorf, der Friede Springer Stiftung sowie weiteren Stiftungen zu den Förderern der Ausstellung.

Über das Ausstellungsprojekt berichtet der Norddeutsche Rundfunk in der Sendung „Lasst Blumen sprechen: Die florale Kunst der Rebecca Louise Law in Rendsburg“

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Florale Kunst-Installationen Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne Päpstliches Geschenk an eine bayerische Herzogin Im Leben getrennt, im Museum vereint – Eine Erwerbung für die Neue Pinakothek Ein prachtvolles Schreibmöbel aus Madrid Eine Orgel mit einem Registerbestand aus 400 Jahren Zum Himmel emporstrebend Ein Festival der besonderen Art Meisterhafte Zeichnungen – Der sogenannte Rembrandt-Komplex Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung HIER UND JETZT: Ukrainische Moderne 1900 – 1930 & Dara Koltsova Ein reformatorisches Programmbild Die Glocken wieder erklingen lassen Vertrautheit und Anmut Grünewalds „Kreuztragung Christi“ Otto Dix – ein Frühwerk Gedenkräume an die Dichter der Klassik Ein großartiges Zeugnis romanischer Wandmalerei im Ostseeraum Prachtvolle Kronleuchter erstrahlen in neuem Glanz Im Fokus: Chiaroscuro-Holzschnitte Ein monographisches Standardwerk – die Zeichnungen Max Beckmanns Käthe Kollwitz und das Theater Restaurierung der Fürstenzugkartons Pflanzenschönheiten: Scherenschnitte Philipp Otto Runges Stadt der Träume – Eine Stadtteil-Oper in Osterholz-Tenever Ein Gesamtkunstwerk aus Weißem Gold Künstlerische Neugestaltung der Ostfenster des Doms St. Nikolai Carl Schuch und Frankreich Fotografie trifft Musik: Festival „Amazônia” Katharina Grosse – Studio Paintings 1988–2023 Botticellis Farbenpracht Ein altes Kloster wird wieder lebendig Kunst im Kleinformat Nach langer Trennung wieder vereint Silber für Schloss Charlottenburg Flower-Power Ruhige Monumentalität und prächtige Malereien Ein barockes Prunkgefäß Mapping Spaces – Netzwerke des Wissens Eine Ordenskapelle der besonderen Art Der Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen Ein Kleinod in der Uckermark Ein Meisterwerk der Spätgotik Monumentale Bildteppiche nach Raffael

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Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal widmet dem französischen Maler Maurice de Vlaminck (1876–1958) im Jahr 2025 die erste Retrospektive in Deutschland. Neben Henri Matisse (1869–1954) und André Derain (1880–1954) zählt Vlaminck zu den wichtigsten Vertretern des Fauvismus und wurde früh als Wegbereiter der Moderne gefeiert. Die Stilrichtung, die ihren Namen von dem Begriff „Fauves“ (deutsch: „die Wilden“) erhielt, war eine zunächst abwertend gemeinte Bezeichnung der zeitgenössischen Kunstkritik, die gegen die vereinfachende Malweise und Farbintensität gerichtet war.

Maurice de Vlaminck identifizierte sich wie kaum ein anderer mit dem Attribut der Wildheit und wehrte sich als Autodiktat gegen eine akademische Kunstauffassung. Die Ausstellung „Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne“ präsentiert einen Überblick über sein gesamtes künstlerisches Werk und zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden. Zahlreiche internationale Leihgaben ergänzen Werke aus der museumseigenen Sammlung und stellen Vlamincks Schaffen in einen größeren Kontext.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam konzipiert, wo sie 2024/2025 zu sehen ist. Gemeinsam mit der Jackstädt-Stiftung, der Brennscheidt-Stiftung sowie der Stadtsparkasse Wuppertal unterstützt die Rudolf-August Oetker-Stiftung die Präsentation in Wuppertal.  

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Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung

Das Museum August Macke Haus in Bonn befindet sich im ehemaligen Wohn- und Atelier­haus des Künstlers August Macke (1887–1914). Es widmet sich dem Leben und Schaffen des bekannten Expressionisten und zeigt wechselnde Aus­stellungen zur Kunst des (Rheinischen) Expressionismus und der Moderne. Macke war ein eifriger Netzwerker, der international Kontakte zu Künstler­kollegen, Galeristen und Sammler­n pflegte. Viele von ihnen empfing er in seinem Wohnhaus in Bonn, darunter namhafte Personen der damaligen Kunstszene wie Robert Delaunay (1885–1941) oder Gabriele Münter (1877–1962).

Die Ausstellung „Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung“ (4. September 2025 bis 15. März 2026) stellt ausgewählte Werke aus den Sammlungsbeständen vor, die begleitet werden von Stimmen aus der Bonner Stadt­gesellschaft. Diese spontanen und persönlichen Eindrücke zu den rund 60 Werken von Macke und seinen Weg­begleitern werden in textlicher oder audiovisueller Form in die Ausstellung und den Katalog eingebunden. Auf diese Weise gelingt eine lebendige und offene Begegnung mit der Kunst, die auch Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Bildungs­partnerschaft zur intensiven Auseinander­setzung mit den Werken und zum kreativen Schreiben anregt.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung fördert die Ausstellung und insbesondere das Vermittlungs­programm mit Mitmachstationen und Angeboten für Kinder und Jugendliche.

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HIER UND JETZT: Ukrainische Moderne 1900 – 1930 & Dara Koltsova

Viele Künstlerinnen und Künstler, die unter dem Begriff der „Russischen Avantgarde“ zusammen­gefasst werden – wie Alexandra Exter (1882–1949), Oleksandr Bohomazow (1880–1930) oder Wolodymyr Burljuk (1886–1917) – lebten und arbeiteten im Gebiet der heutigen Ukraine und waren international vernetzt. Sie stammten aus Städten wie Kyjiw, Odessa und Charkiw oder schufen kubo­futuristische, supre­matistische und konstrukti­vistische Werke. Die Ausstellung versammelt rund achtzig Gemälde und Arbeiten auf Papier aus der Zeit zwischen 1900 und 1930, darunter viele Werke, die nach Ausbruch des russischen Angriffs­kriegs auf die Ukraine 2023 außer Landes gebracht wurden und nun erstmals hier zu sehen sind.

Die Ausstellung offenbart die Viel­stimmigkeit der künstlerischen Stile und kulturellen Identitäten in der Ukraine zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Moderne entwickelte sich dort vor einem bewegten historischen Hintergrund aus einer lebendigen Mischung ukrainischer, polnischer, russischer und jüdischer Elemente. Diese Viel­stimmigkeit führte zu einer kulturellen Blüte. Erweitert wird die Ausstellung, die in der Reihe „HIER UND JETZT“ im Museum Ludwig gezeigt wird, durch eine monumentale Glasinstallation von Dara Koltsova. Die 1987 in Charkiw geborene Künstlerin setzt sich in dieser Arbeit mit der kulturellen Identität ihres Heimat­landes angesichts des russischen Angriffs­kriegs auseinander.  

Neben der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Sparkasse KölnBonn engagiert sich die Rudolf-August Oetker-Stiftung für die Ausstellung. Die Stelle einer ukrainischen Kuratorin am Museum Ludwig wird von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG und der Gerda Henkel Stiftung finanziert.

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Käthe Kollwitz und das Theater

Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin eröffnet mit der Ausstellung „Die ‚Penthesilea‘ haben wir noch nicht gesehen“ – Käthe Kollwitz und das Theater“ neue Ausstellungsräume im ehemaligen Theatergebäude des Schlosses Charlottenburg.

Die Ausstellung beleuchtet erstmals umfassend Käthe Kollwitz’ Theaterleidenschaft und den Einfluss auf ihr Werk. Sie zeigt zudem die engen Verbindungen ihrer Familie zur Bühne in einer prägenden Phase der Berliner Theatergeschichte. Dieses Projekt schließt eine wichtige Forschungslücke und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung unterstützt die Ausstellung gemeinsam mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Richard Stury Stiftung.

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Carl Schuch und Frankreich

Das Städel Museum in Frankfurt am Main widmet dem lange als Geheimtipp geltenden österreichischen Maler Carl Schuch (1846–1903) eine umfassende Ausstellung. Unter dem Titel „Carl Schuch und Frankreich“ werden Schuchs Stillleben und Landschaftsdarstellungen Gemälden seiner französischen Zeitgenossen gegenübergestellt. Dabei offenbart sich Schuchs malerische Ausdruckskraft und feinsinnige Farbgestaltung.

Wir unterstützen das Bildungs- und Vermittlungsprogramm der Ausstellung, insbesondere den Audioguide. Zudem fördern wir das Werkverzeichnis des Künstlers, das die Carl Schuch Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Belvedere in Wien herausgibt und das im Herbst 2026 erscheint.

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Katharina Grosse – Studio Paintings 1988–2023

2024 fördert die Stiftung eine monographische Ausstellung der deutschen Gegenwartskünstlerin Katharina Grosse (*1961), deren expansive, in den Außenraum ausgreifende Spray-Arbeiten auch internationale Bekanntheit erlangten. Die Ausstellung im Kunstmuseum Bonn widmet sich den im Atelier geschaffenen Leinwandarbeiten der Künstlerin aus den späten 1980er-Jahren bis in die Gegenwart und fokussiert sich somit auf einen weniger beachteten Bereich ihres Schaffens. In ihren großformatigen, dynamischen Gemälden hebt Grosse konventionelle Bildvorstellungen von Oberfläche und Untergrund auf, als ergebnisoffener, schöpferischer Prozess nimmt ihre Malerei performative Züge an. Die Künstlerin erweitert immer wieder anders die Grenzen des Mediums Malerei – etwa durch die Einbeziehung natürlicher Materialien wie Erde und Äste.

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Flower-Power

Unter dem Titel „Schöner als die Wirklichkeit – Die Stillleben des Balthasar van der Ast (1593/94–1657)“ werden in einer gemeinsamen Ausstellung im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen vom 10. März bis zum 5. Juni 2016 und im Herzoglichen Museum in Gotha vom 3. Juli bis zum 3. Oktober 2016 die naturalistischen Stillleben des niederländischen Malers gezeigt. Van der Ast, der zunächst in Utrecht und später in Delft tätig war, spezialisierte sich auf symbolisch aufgeladene Blumen- und Früchtestillleben, die oft von Insekten und kleinen Echsen besiedelt sind. Ein Highlight ist die Präsentation des in Bonner Privatbesitz wiederentdeckten Gemäldes „Einzelne Tulpe in einer Vase“ von 1625, das sich inzwischen in der Sammlung des Mauritshuis in Den Haag befindet. Die Sonderausstellung wird an beiden Standorten durch die Rudolf-August Oetker-Stiftung gefördert.

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Mapping Spaces – Netzwerke des Wissens

Im Jahr 2014 untersucht die Aus­stellung „Mapping Spaces. Netz­werke des Wissens in der Land­schafts­malerei des 17. Jahr­hunderts“ im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe die Ver­bindung zwischen Kunst, wissen­schaftlichen Erkennt­nissen, technischen Ent­wicklungen und der nieder­ländischen Malerei um 1650. 

Anhand von Gemälden, Mess­instrumenten, Zeichen­geräten, Büchern, Karten und Globen werden Ver­flechtungen innerhalb des früh­neuzeit­lichen Wissens­raums sichtbar. Besonders der Einfluss neuzeit­licher Hand­bücher zur Geografie, der Ver­messungs­kunde und dem Festungs­bau steht im Zentrum der Schau. Den Auftakt bilden groß­formatige Schlachten­bilder des flämischen Malers Pieter Snayers (1592–1667). Er stellte taktische Manöver des Militärs in topo­grafisch exakten Land­schaften dar und nutzte hierfür militärkartografische Quellen der Zeit.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung fördert den begleitenden Ausstellungs­katalog.

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Monumentale Bildteppiche nach Raffael

Die nach Vorlagen von Raffael (1483–1520) geschaffenen Wand­teppiche für den Vatikan gehören zu den Hauptwerken der Hoch­renaissance. Raffael schuf die Kartons für die Bildfolge, die in Brüssel gewebt wurden, zwischen 1515 und 1516. Ihre Dynamik und Dramatik revolutionierte die bis dahin übliche, eher flächig ausgerichtete Bild­sprache des Mediums Tapisserie. Raffaels Kartons befanden sich seit dem frühen 17. Jahrhundert in England, wo sie auf Wunsch des englischen Königs in der Manufaktur von Mortlake nachgewebt wurden. Sie übten einen überragenden Einfluss auf zahlreiche Künstler bis in das 19. Jahrhundert aus.

August der Starke (1670–1733) erwarb 1726 eine Folge von sechs Bild­teppichen aus dieser Manufaktur, die zu den Schätzen der Staatlichen Kunst­sammlungen Dresden gehören. Als diese einer dringenden Restaurierung bedurften, engagiert sich Rudolf-August Oetker. Ab 1993 – und damit noch vor der Stiftungs­gründung – unterstützt die Dr. August Oetker KG die aufwändigen Restaurierungs­arbeiten in einer eigens eingerichteten Textil­werkstatt in Dresden. 1999 sind die Arbeiten abgeschlossen. 2020 fördert die Stiftung zudem die Aus­stellung „Raffael. Die Macht der Bilder. Die Tapisserien und ihre Wirkung“, die im Anschluss im Columbus Museum in Ohio zu sehen ist.

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