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Hashtag: Moderne

Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne

Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal widmet dem französischen Maler Maurice de Vlaminck (1876–1958) im Jahr 2025 die erste Retrospektive in Deutschland. Neben Henri Matisse (1869–1954) und André Derain (1880–1954) zählt Vlaminck zu den wichtigsten Vertretern des Fauvismus und wurde früh als Wegbereiter der Moderne gefeiert. Die Stilrichtung, die ihren Namen von dem Begriff „Fauves“ (deutsch: „die Wilden“) erhielt, war eine zunächst abwertend gemeinte Bezeichnung der zeitgenössischen Kunstkritik, die gegen die vereinfachende Malweise und Farbintensität gerichtet war.

Maurice de Vlaminck identifizierte sich wie kaum ein anderer mit dem Attribut der Wildheit und wehrte sich als Autodiktat gegen eine akademische Kunstauffassung. Die Ausstellung „Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne“ präsentiert einen Überblick über sein gesamtes künstlerisches Werk und zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden. Zahlreiche internationale Leihgaben ergänzen Werke aus der museumseigenen Sammlung und stellen Vlamincks Schaffen in einen größeren Kontext.

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam konzipiert, wo sie 2024/2025 zu sehen ist. Gemeinsam mit der Jackstädt-Stiftung, der Brennscheidt-Stiftung sowie der Stadtsparkasse Wuppertal unterstützt die Rudolf-August Oetker-Stiftung die Präsentation in Wuppertal.  

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Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung

Das Museum August Macke Haus in Bonn befindet sich im ehemaligen Wohn- und Atelier­haus des Künstlers August Macke (1887–1914). Es widmet sich dem Leben und Schaffen des bekannten Expressionisten und zeigt wechselnde Aus­stellungen zur Kunst des (Rheinischen) Expressionismus und der Moderne. Macke war ein eifriger Netzwerker, der international Kontakte zu Künstler­kollegen, Galeristen und Sammler­n pflegte. Viele von ihnen empfing er in seinem Wohnhaus in Bonn, darunter namhafte Personen der damaligen Kunstszene wie Robert Delaunay (1885–1941) oder Gabriele Münter (1877–1962).

Die Ausstellung „Macke & Friends – Stimmen zur Sammlung“ (4. September 2025 bis 15. März 2026) stellt ausgewählte Werke aus den Sammlungsbeständen vor, die begleitet werden von Stimmen aus der Bonner Stadt­gesellschaft. Diese spontanen und persönlichen Eindrücke zu den rund 60 Werken von Macke und seinen Weg­begleitern werden in textlicher oder audiovisueller Form in die Ausstellung und den Katalog eingebunden. Auf diese Weise gelingt eine lebendige und offene Begegnung mit der Kunst, die auch Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Bildungs­partnerschaft zur intensiven Auseinander­setzung mit den Werken und zum kreativen Schreiben anregt.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung fördert die Ausstellung und insbesondere das Vermittlungs­programm mit Mitmachstationen und Angeboten für Kinder und Jugendliche.

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HIER UND JETZT: Ukrainische Moderne 1900 – 1930 & Dara Koltsova

Viele Künstlerinnen und Künstler, die unter dem Begriff der „Russischen Avantgarde“ zusammen­gefasst werden – wie Alexandra Exter (1882–1949), Oleksandr Bohomazow (1880–1930) oder Wolodymyr Burljuk (1886–1917) – lebten und arbeiteten im Gebiet der heutigen Ukraine und waren international vernetzt. Sie stammten aus Städten wie Kyjiw, Odessa und Charkiw oder schufen kubo­futuristische, supre­matistische und konstrukti­vistische Werke. Die Ausstellung versammelt rund achtzig Gemälde und Arbeiten auf Papier aus der Zeit zwischen 1900 und 1930, darunter viele Werke, die nach Ausbruch des russischen Angriffs­kriegs auf die Ukraine 2023 außer Landes gebracht wurden und nun erstmals hier zu sehen sind.

Die Ausstellung offenbart die Viel­stimmigkeit der künstlerischen Stile und kulturellen Identitäten in der Ukraine zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Moderne entwickelte sich dort vor einem bewegten historischen Hintergrund aus einer lebendigen Mischung ukrainischer, polnischer, russischer und jüdischer Elemente. Diese Viel­stimmigkeit führte zu einer kulturellen Blüte. Erweitert wird die Ausstellung, die in der Reihe „HIER UND JETZT“ im Museum Ludwig gezeigt wird, durch eine monumentale Glasinstallation von Dara Koltsova. Die 1987 in Charkiw geborene Künstlerin setzt sich in dieser Arbeit mit der kulturellen Identität ihres Heimat­landes angesichts des russischen Angriffs­kriegs auseinander.  

Neben der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig, der Peter und Irene Ludwig Stiftung und der Sparkasse KölnBonn engagiert sich die Rudolf-August Oetker-Stiftung für die Ausstellung. Die Stelle einer ukrainischen Kuratorin am Museum Ludwig wird von der Ernst von Siemens Kunststiftung, der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG und der Gerda Henkel Stiftung finanziert.

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Otto Dix – ein Frühwerk

2012 gelangt in einer gemeinsamen Anstrengung verschiedener Förderpartner ein bedeutendes Werk des Malers Otto Dix (1891–1969) zurück nach Dresden. Das Gemälde „Sonnenaufgang“ hatte der im thüringischen Untermhaus (heute ein Stadtteil von Gera) geborene Dix als damals 21-jähriger Student der Dresdner Kunstgewerbeschule gemalt. Es gehört zu seinen bedeutendsten Frühwerken, die noch vom Spätimpressionismus und Expressionismus geprägt sind.

Dargestellt ist ein karges Winterfeld. Aus dunklen Wolkenbergen bricht hell die Sonne hervor und strahlt über die winterliche Landschaft mit fliegenden Krähen. Der Künstler ließ sich in der dynamischen Pinselführung vermutlich von Vincent van Gogh (1853–1890) inspirieren, dessen Werke zeitgleich zur Entstehung des Gemäldes in einer Ausstellung in der Galerie Arnold in Dresden zu sehen waren.

Das Gemälde gehörte ab 1920 zum Bestand der Städtischen Sammlungen Dresden. Von dort wurde es unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entfernt. 1937 war das Werk in der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ ausgestellt.  Seit den späten 1940er-Jahren befand es sich in Privatbesitz und konnte nun glücklicherweise für die Städtische Galerie Dresden zurück erworben werden.

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Ein monographisches Standardwerk – die Zeichnungen Max Beckmanns

Max Beckmann (1884–1950) war ein begeisterter Zeichner. Seine Zeichnungen, oft in Feder, Kreide oder Bleistift ausgeführt, vermitteln einen direkten Einblick in sein gestalterisches Denken und die Entwicklung seiner Bildideen. Ihre Bandbreite reicht von schnellen Entwürfen bis hin zu ausgereiften Blättern. Die Zeichnungen offenbaren die Suche des Künstlers nach Form und Ausdruck in der aus den Fugen geratenen Welt der Moderne.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung gehört zu den Förderern des dreibändigen ausführlichen Werkverzeichnisses der Zeichnungen des Künstlers – ein kunstwissenschaftliches Projekt von Hedda Finke und Stephan von Wiese, welches im Jahr 2016 begann und mit dem Erscheinen des dritten Bandes im Sommer 2026 abgeschlossen sein wird. Das Werkverzeichnis erschließt sämtliche der rund 1900 nicht-farbigen Einzelblätter des herausragenden Künstlers, der 1937 das nationalsozialistische Deutschland verließ, zunächst ins Exil nach Amsterdam ging und dann in die USA emigrierte. Es bietet ausführliche technische Beschreibungen, Angaben zu Quellen, zu Provenienz, Literatur und Ausstellungen sowie ein Verweissystem auf unmittelbar mit den Zeichnungen zusammenhängende Werke des Künstlers. Damit stellt diese umfängliche Werkerfassung einen zentralen Schaffensbereich eines der wichtigsten bildenden Künstlers der Moderne vollständig dar und bildet ein monographisches Standardwerk.

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Käthe Kollwitz und das Theater

Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin eröffnet mit der Ausstellung „Die ‚Penthesilea‘ haben wir noch nicht gesehen“ – Käthe Kollwitz und das Theater“ neue Ausstellungsräume im ehemaligen Theatergebäude des Schlosses Charlottenburg.

Die Ausstellung beleuchtet erstmals umfassend Käthe Kollwitz’ Theaterleidenschaft und den Einfluss auf ihr Werk. Sie zeigt zudem die engen Verbindungen ihrer Familie zur Bühne in einer prägenden Phase der Berliner Theatergeschichte. Dieses Projekt schließt eine wichtige Forschungslücke und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Bereichen Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung unterstützt die Ausstellung gemeinsam mit der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Richard Stury Stiftung.

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Carl Schuch und Frankreich

Das Städel Museum in Frankfurt am Main widmet dem lange als Geheimtipp geltenden österreichischen Maler Carl Schuch (1846–1903) eine umfassende Ausstellung. Unter dem Titel „Carl Schuch und Frankreich“ werden Schuchs Stillleben und Landschaftsdarstellungen Gemälden seiner französischen Zeitgenossen gegenübergestellt. Dabei offenbart sich Schuchs malerische Ausdruckskraft und feinsinnige Farbgestaltung.

Wir unterstützen das Bildungs- und Vermittlungsprogramm der Ausstellung, insbesondere den Audioguide. Zudem fördern wir das Werkverzeichnis des Künstlers, das die Carl Schuch Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Belvedere in Wien herausgibt und das im Herbst 2026 erscheint.

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