Ein barockes Prunkgefäß
Im Jahr 2008 unterstützt die Rudolf-August Oetker-Stiftung mit weiteren Förderern den Erwerb des reich verzierten barocken Deckelpokals durch das Diözesanmuseum Paderborn. Der mit zahlreichen Medaillen geschmückte Pokal ist ein bedeutendes Zeugnis der Augsburger Goldschmiedekunst. Er entstand 1743 im Auftrag des Freiherrn Hermann Werner von der Asseburg (1702–1779), der in Diensten des Paderborner Fürstbischofs Clemens August von Bayern (1700–1761) stand. Das Wappentier der Herren von Asseburg, ein Wolf, ist in der Höhlung des Baumstumpfes dargestellt. Bekrönt wird der hohe Pokal vom Symboltier der bayerischen Kurfürsten, einem aufsteigenden Wittelsbacher Löwen, der eine Porträtmedaille Kaiser Karls VII. (1697–1745) hält. Der Pokal befand sich über 260 Jahre im Besitz der Familie von der Asseburg auf der Hinnenburg bei Brakel, bis er schließlich in die Sammlung des Diözesanmuseums Paderborn überging.
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Ort: Paderborn
Institution: Diözesanmuseum
Förderbereich: Erwerbungen

© Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann
Augsburg: Deckelpokal für Hermann Werner von der Asseburg (Detail), 1743, Diözesanmuseum Paderborn, Inv.-Nr. PR 635

© Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann
Augsburg: Deckelpokal für Hermann Werner von der Asseburg (Detail), 1743, Diözesanmuseum Paderborn, Inv.-Nr. PR 635

© Diözesanmuseum Paderborn, Foto: Ansgar Hoffmann
Augsburg: Deckelpokal für Hermann Werner von der Asseburg (Detail), 1743, Diözesanmuseum Paderborn, Inv.-Nr. PR 635
