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Standort: Bremen

Im Fokus: Chiaroscuro-Holzschnitte

Die Kunsthalle Bremen bewahrt in ihrem Kupferstichkabinett einen bedeutenden Bestand an über 200 Chiaroscuro-Holzschnitten auf, die nun erstmals in einem internationalen Forschungsvorhaben untersucht werden. Diese Werke wurden in einer aufwendigen druckgrafischen Technik ausgeführt, bei der mehrere übereinander gedruckte Holzstöcke eine besondere Farb- und Tiefenwirkung ermöglichen. Wir fördern die umfangreiche Restaurierung, wissenschaftliche Erschließung und Digitalisierung der meist großformatigen Blätter. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt.

Die Technik des Chiaroscuro-Holzschnitts entwickelte sich um 1500 als eine Sonderform des Holzschnitts, der ältesten bekannten Drucktechnik. Erstmals war es den Künstlern möglich, unter Verwendung von unterschiedlichen Holzstücken eine Hell-Dunkel-Modulation mit sensibler Farbgestaltung zu erzeugen. Im Italien der Renaissance erfuhr die Technik im 16. und 17. Jahrhundert eine Blütezeit.

Der Bestand in der Kunsthalle Bremen geht auf den Bremer Sammler Dr. med. Melchior Hermann Segelken (1814–1885) zurück, der vornehmlich italienische Druckgrafik sammelte. Seine Studien zu verschiedenen Drucktechniken hielt er in einem bislang unveröffentlichten Manuskript fest. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird es nun, gemeinsam mit dem Inventarbuch, digitalisiert, mittels KI-basierter Software transkribiert und der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt. Zudem wird ein umfangreicher Bestandskatalog zu diesem Sammlungsbestand veröffentlicht. Die Erkenntnisse aus dem Forschungs- und Restaurierungsprojekt werden im Frühjahr 2027 außerdem in einer Ausstellung präsentiert, in der auch ca. 100 Chiaroscuro-Holzschnitte gezeigt werden.

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Stadt der Träume – Eine Stadtteil-Oper in Osterholz-Tenever

Die Bremer Kammerphilharmonie ist eines der renommiertesten Orchester im deutschsprachigen Raum, das bereits mehrfach von der Rudolf-August Oetker-Stiftung, vor allem in der Zeit der COVID-19-Pandemie, gefördert wurde. Alle zwei Jahre bringen das Orchester und rund 600 Schüler, Lehrer, Eltern und vielen anderen Initiativen und Menschen aus dem Bremer Stadtteil Osterholz-Tenever ein eigenes Musiktheater auf die Bühne. Osterholz-Tenever ist eine in den 1970er-Jahren errichtete Großwohnsiedlung, die lange als sozialer Brennpunkt galt, durch bauliche Modernisierungen und eine starke Bürgerbeteiligung inzwischen aber zu einem Vorzeigeprojekt für einen gelungenen städtebaulichen und sozialen Wandel geworden ist. Familien aus mehr als 80 Nationen haben hier ihr Zuhause.

Diese Stadtteil-Oper setzt auch 2025 – und schon zum zehnten Mal – den gesamten Stadtteil im Osten Bremens in Bewegung: Unter dem Titel „Stadt der Träume“ stehen Jugendliche gemeinsam mit professionellen Opernsängerinnen und -sängern und dem Weltklasse-Orchester der Kammerphilharmonie in einem eigens errichteten Zeltbau vor ihrem Publikum. Mit poetischen Bildern und Klängen ‚erzählt‘ diese Stadtteil-Oper von der Vision einer besseren Welt. Lange vorbereitet war diese aufwendige Inszenierung mit ihrer besonderen Musikauswahl, ihrer Lichtregie und Choreographie sowie der fantasievollen Gestaltung von Bühnenbildern und Kostümen. Zu den Förderpartnern dieses beeindruckenden musikalischen Großprojekts, das Ausdruck eines starken gesellschaftlichen Miteinanders ist, gehört auch die Rudolf-August Oetker-Stiftung.

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