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Standort: Karlsruhe

Grünewalds „Kreuztragung Christi“

Schon seit 1900 befinden sich die beiden Tafeln „Kreuztragung Christi“ und „Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes“ von Mathis Gothard-Nithard, genannt Matthias Grünewald (um 1475/80–1528), als eine der Hauptwerke frühneuzeitlicher Malerei in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Ursprünglich bildeten beide Tafeln Vorder- und Rückseite eines Altars im Mittelschiff der Stiftskirche St. Martin in Tauberbischofsheim. Nachdem dieser um 1770 für etwa 100 Jahre in eine Seitenkapelle umzog und dort einer feuchten Außenwand ausgesetzt war, nahm die Malerei starke Schäden. Farbverlust und unsachgemäße frühe Restaurierungsversuche führten zu einem großen Schadbild, unter dem insbesondere die Darstellung der „Kreuztragung Christi“ litt. Mit Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung und weiterer Förderer kann in einem ersten Schritt die „Kreuztragung Christi“ restauriert werden. Frühere Retuschen werden abgenommen, die originalen Schichten freigelegt und anschließend in reversibler-rekonstruierender Weise ergänzt. Durch die umfangreiche Restaurierung kann das Gemälde heute wieder annähernd in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild ausgestellt werden.

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Mapping Spaces – Netzwerke des Wissens

Im Jahr 2014 untersucht die Aus­stellung „Mapping Spaces. Netz­werke des Wissens in der Land­schafts­malerei des 17. Jahr­hunderts“ im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe die Ver­bindung zwischen Kunst, wissen­schaftlichen Erkennt­nissen, technischen Ent­wicklungen und der nieder­ländischen Malerei um 1650. 

Anhand von Gemälden, Mess­instrumenten, Zeichen­geräten, Büchern, Karten und Globen werden Ver­flechtungen innerhalb des früh­neuzeit­lichen Wissens­raums sichtbar. Besonders der Einfluss neuzeit­licher Hand­bücher zur Geografie, der Ver­messungs­kunde und dem Festungs­bau steht im Zentrum der Schau. Den Auftakt bilden groß­formatige Schlachten­bilder des flämischen Malers Pieter Snayers (1592–1667). Er stellte taktische Manöver des Militärs in topo­grafisch exakten Land­schaften dar und nutzte hierfür militärkartografische Quellen der Zeit.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung fördert den begleitenden Ausstellungs­katalog.

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