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Hashtag: Restaurierung

Grünewalds „Kreuztragung Christi“

Schon seit 1900 befinden sich die beiden Tafeln „Kreuztragung Christi“ und „Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes“ von Mathis Gothard-Nithard, genannt Matthias Grünewald (um 1475/80–1528), als eine der Hauptwerke frühneuzeitlicher Malerei in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. Ursprünglich bildeten beide Tafeln Vorder- und Rückseite eines Altars im Mittelschiff der Stiftskirche St. Martin in Tauberbischofsheim. Nachdem dieser um 1770 für etwa 100 Jahre in eine Seitenkapelle umzog und dort einer feuchten Außenwand ausgesetzt war, nahm die Malerei starke Schäden. Farbverlust und unsachgemäße frühe Restaurierungsversuche führten zu einem großen Schadbild, unter dem insbesondere die Darstellung der „Kreuztragung Christi“ litt. Mit Unterstützung der Rudolf-August Oetker-Stiftung und weiterer Förderer kann in einem ersten Schritt die „Kreuztragung Christi“ restauriert werden. Frühere Retuschen werden abgenommen, die originalen Schichten freigelegt und anschließend in reversibler-rekonstruierender Weise ergänzt. Durch die umfangreiche Restaurierung kann das Gemälde heute wieder annähernd in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild ausgestellt werden.

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Prachtvolle Kronleuchter erstrahlen in neuem Glanz

Als Sommerresidenz erlebte das 1716 im barocken Stil umgebaute Schloss Eutin ab 1803 unter den Großherzögen von Oldenburg eine Blütezeit. Von der prachtvollen historischen Ausstattung zeugt heute unter anderem ein Ensemble von elf Kronleuchtern, die mit Hilfe der Rudolf-August Oetker-Stiftung restauriert werden. Als offenes Atelier erfolgen alle Arbeiten bei laufendem Museumsbetrieb und bieten so gleichzeitig einen spannenden Blick hinter die Kulissen. Die Dokumentation aller konservatorischen Maßnahmen mündet nach Abschluss der Restaurierung in einer umfangreichen Publikation.

24-09-05_RAO-Stiftung_Eutin_Restaurierung Kronleuchter_02

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Kunst im Kleinformat

Der Frankfurter Konditor Johann Valentin Prehn (1749–1821) trug zu seiner Lebzeit eine umfangreiche Universalsammlung zusammen. Neben Gemälden, Grafiken und Skulpturen sammelte Prehn unter anderem Naturalia, römische Antiken, Münzen sowie ethnologische und kunstgewerbliche Objekte. Einmalig ist innerhalb einer solchen Sammlung sein Miniaturkabinett, das über 800 kleinformatige Malereien umfasst, arrangiert in 32 thematisch angeordneten Kästen. Diese wurden 1842 durch die Erben Prehns der Stadt Frankfurt geschenkt und befinden sich heute im Historischen Museum. Zusammen mit weiteren Förderern unterstützt die Rudolf-August Oetker-Stiftung das große Forschungsprojekt des Historischen Museums rund um das Miniaturkabinett in mehreren Etappen. So kann sie bei der Konservierung sowie bei der wissenschaftlichen Erschließung des Sammlungskatalogs behilflich sein.

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Ein Meisterwerk der Spätgotik

Im Zentrum des Weinanbaugebiets Saale-Unstrut liegt die Stadt Freyburg. Die Stadtkirche St. Marien wurde um 1220 als romanische Basilika unter Landgraf Ludwig IV. von Thüringen (1200–1227) errichtet und Ende des 15. Jahrhunderts zu einer Hallenkirche umgebaut.

Romanische und gotische Bauelemente durchdringen einander. In die Zeit der Umbauten fällt die Aufstellung eines neuen prächtigen Hochaltars, der zu den qualitätvollsten Arbeiten jener Zeit in der Region zählt. Seine Schnitzarbeiten werden Hanns Gottwald von Lohr (tätig 1503–1543), einem Schüler und Mitarbeiter Tilmann Riemenschneiders (um 1460–1531) in Würzburg zugeschrieben. Der Mittelschrein des spätgotischen Meisterwerks schildert die Krönung der Gottesmutter Maria, begleitet von Engeln und einem Engelschor. Das üppige Astwerkgesprenge mit Skulpturen der Anna selbdritt, des Schmerzensmannes sowie vier weiteren Heiligen ragt hoch in das Netzwerkgewölbe herauf. Auf den inneren Klappflügelseiten des Altars sind die Verkündigung, Heimsuchung und Geburt Christi und der Tod der Maria zu sehen. Die Flügelrückseiten und die Predella wurden vermutlich erst um 1600 mit gemalten Darstellungen der vier Evangelisten und des Abendmahls versehen.

Die Rudolf-August Oetker-Stiftung engagiert sich bei der Restaurierung des Altars und der Sanierung des Kirchengebäudes im Zeitraum 2001 bis 2006.

 

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